Waldweihnacht 2020

Mit Fackeln die Weihnachtsgeschichte zu Fuß erleben – Waldweihnacht in Michelbach

Am 24.12.2020 trafen sich um 16 Uhr 16 Familien auf dem Lindenplatz, um aufgrund der Corona-Pandemie einen etwas anderen Weihnachtsgottesdienst zu feiern.

Organisiert und durchgeführt wurde die Waldweihnacht, die meinen Kindern als „die Fackelwanderung“ mit kurzen Schauspielszenen an verschiedenen Stationen in Erinnerung geblieben ist, von Mitgliedern des CVJM Michelbach. Hierfür ein ganz großes Danke, das aber auch den Besucherinnen und Besuchern gilt, die sich vorbildlich an die Corona-Regeln gehalten haben.

Die Familien trafen sich auf dem Lindenplatz in durch Knicklichter markierten Kreisen, um den notwendigen Abstand einhalten zu können. Jede Familie bekam eine brennende Fackel ausgehändigt, die vor allem am Ende des Gottesdienstes in der Dämmerung sehr hilfreich war.

Nach einleitenden Worten durch den CVJM sind die einzelnen Teilgruppen zur ersten Station im neuesten Abschnitt des Neubaugebietes gelaufen, an der der Esel von Maria und Josef beladen wurde. An der zweiten Station sah man die Hirten auf dem Feld – stimmungsvoll umgeben von einem Feuer in einer Feuerschale. Die letzte Station endete im Wald, wo man Maria und Josef in der Krippe mit dem Christuskind sah. Inzwischen dämmerte es, der Weg war matschig und neben den Fackeln sorgten kleine Teelichter für eine weihnachtliche Atmosphäre an der letzten Station. Hier wurde auch eine kleine Andacht gehalten, nach der sich jede Familie einzeln auf dem Weg nach Hause begab. Wie sonst bei Gottesdiensten üblich gab es am „Ausgang“ im Wald eine Spendenbox, passend in Form einer Milchkanne aus Blech. Wer wollte, konnte für die Straßenkinder in Adis Abeba spenden.

Auf Gesang musste leider wegen der Corona-Pandemie verzichtet werden, doch gab es an allen Stationen neben den Knicklichtern als Abstandsmarkierung eine musikalische Untermalung mit verschiedenen Blasinstrumenten. „O du fröhliche …“ rein instrumental im erleuchteten Wald vor einer Krippe hat für mich die Weihnachtsgeschichte sehr „erfassbar“ gemacht.

Wir werden diesen „bewegten“ Naturgottesdienst in wertvoller Erinnerung behalten und hoffen, dass viele die vielen kleinen Hoffnungslichter mit nach Hause genommen haben.

Christine Simon